Phytosterole

Nomenklatur der Phytosterole Cholesterin (kein Phytosterol) β-Sitosterol

Die Phytosterole sind Steroide der Pflanzen, die dem Cholesterol nahe stehen und ähnliche Funktionen erfüllen. Cholesterol selbst wird von Pflanzen im Allgemeinen nicht verwendet. Phytosterole sind ubiquitär in Pflanzen vorhanden. Die Phytosterole lassen sich selbst in drei Kategorien einteilen. Ihre Nomenklatur bezieht sich auf die Methylierung am C4 Atom. Zu den am häufigsten vorkommenden Phytosterolen zählen die Demethylsterole.

Im Menschen führen Phytosterole zu einer Senkung des Cholesterinspiegels.

Wie andere Steroide lassen sie sich aus fettreichen Pflanzenteile, vor allem die Samen und Körner, isolieren. Daneben fallen sie als Nebenprodukt bei der Fettgewinnung aus Pflanzen an.

β-Sitosterol ist eines der am häufigsten anzutreffenden Phytosterole. Es findet sich in hohen Konzentrationen in Ölen diverser Pflanzen (Soja, Weizen, Mais, etc.). Besonders hoch konzentriert ist β-Sitosterol in Cherimoyasamen.

Der Mensch nimmt täglich 250-300 mg β-Sitosterol zu sich, von denen etwa 1-2 mg in den Stoffwechsel gelangen.

Wie die anderen Phytosterole beeinflusst auch Sitosterol den Cholesterinspiegel. Daneben wird es auch gegen beginnende Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung) eingesetzt, ist jedoch dort umstritten. Die Wirkung der Phytopharmaka, die zwischen 10-65 mg β-Sitosterol enthalten, ist nicht bewiesen und auf Grund der niedrigen Dosierung (vergleiche die tägliche Aufnahme des Menschen) auch unwahrscheinlich.

  • steroide/phytosterole
  • Zuletzt geändert: 06.05.2018
  • von Stephan Scheeff